...aus der Geschichte (Bezirk)   zurück

...Bemerkenswertes:
der Bezirk Hamburg-Nord ist von den 7 Hamburger Bezirken der Einziege, der nicht als Vorort oder gewachsene Stadt, mit einer historischen Vergangenheit, in die Freie- und Hansestadt Hamburg eingemeindet wurde (zum Beispiel durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937). Entsprechend dem Gesetz über die Bezirksverwaltung vom 21.09.1949 wurden am 11.05.1951 die Bezirksgrenzen festgelegt. Im Norden grenzt der Bezirk an Norderstedt, im Süden bis an die Aussenalster, mit den Stadtteilen Eppendorf im Westen und Dulsberg im Osten. Im Jahre 2000 wohnen fast 276.000 Personen auf 57,47 Km² in seinen 13 Stadtteilen.
In den Jahren 1919-1922 entstand an der Tangstedter Landstraße eine Siedlung, entworfen von Fritz Schumacher, die geringverdienenden Arbeiternehmern/rinnen zur Heimstätte wurde. Dieses wird als der Beginn des sozialen Wohnungs- baus in Hamburg angesehen. Im Geschosswohnungsbau der 20er und 30er Jahre gab es eine Besonderheit, die ersten Laubenganghäuser in der Siedlung um den Habichtsplatz. Diese Idee setzte sich in der Bebauung des Stadtteils Dulsberg und auch anderswo in erweiterter Form fort.
In Groß Borstel entsteht 1927/29 Hamburgs erstes staatliches Altenheim und 1927/30 wird die "Jarresstadt" in Winterhude gebaut. Nach 1945 wurde der nördliche Teil des Bezirks (Langenhorn, Fuhlsbüttel und Ohlsdorf) verstärkt besiedelt und zu einem beliebten Wohngebiet. Wohnquartiere, zur Verdichtung der Wohnbereiche, werden in allen Stadtteilen errichtet. Dieser Trend hält an und so entstehen in Zukunft, durch den verstärkten Zuzug in den Gewerbegebieten, auf zwei der letzten zusammen liegenden Wohnbauflächen Hamburgs, am Heidbergkrankenhaus und am Anzuchtgarten des Friedhofs Ohlsdorf, Wohnungen für über 1000 Menschen.
Das Allgemeine Krankenhaus Heidberg und das Allgemeine Krankenhaus Ochsenzoll bilden heute gemeinsam das Klinikum Nord, welches gemeinschaftlich von der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Schleswig Holstein betrieben wird. Es ist mit seinen knapp 1800 Betten die größte Klinik der Stadt.
Im Bereich der Essener Straße entstanden, auf bereits vorhandenen Gewerbeflächen, zum Teil aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg (Rüstungsbetriebe), modernste Gewerbeparks. Vorhandene Gebäude wurden teilweise unter Denkmal- schutz gestellt. Die nahe Verbindung zur Autobahn und dem Airport Hamburg waren hier als klare Standortvorteile erkannt worden.
Der Airport Hamburg, gegründet 1926 als weltweit erster öffentlicher Verkehrsflughafen, wird seit Jahren zu einem wettbewerbsfähigen Flughafen mit internationaler Architektur umgebaut. Zukünftig können bis zu 13 Mio. Fluggäste abgefertigt werden. Mit der Umgehungstraße Fuhlsbüttel verfügt der Flughafen über einen direkten Anschluss an das Autobahnnetz und durch die neue S-Bahn an das innerstädtische Verkehrsnetz. Neben den Arbeitsplätzen des Flughafens sind auf dem Flughafengelände die Werkstätten der Lufthansa ansässig, die mit über 10000 Arbeitsplätzen der größte private Arbeitgeber Hamburgs sind.
1860 erwarb der Pastor H.M. Sengelmann in Alsterdorf den alten Brauhof und legte damit den Grundstein zu einer Stiftung für Behinderte, die "Alsterdorfer Anstalten" - seit 1988 Evangelische Stiftung Alsterdorf, 1863 zogen die ersten vier Behinderten dort ein. Heute ist die Stiftung mit rund 3200 Mitarbeitern, ca. 300 Auszubildenden und einem breit gefächerten Angebot (ca. 1300 Menschen leben in den Einrichtungen) eine der großen diakonischen Stätten in Deutschland, weit über die Grenzen Hamburg hinaus.
"Santa Fu", die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel, das Gefängnis ist vor der Jahrhundertwende (1875-1879), nach der Verlagerung aus der Innenstadt, als das damals einzige Hamburger Gefängnis entstanden.
Auf dem Industrie-Gelände der New-York Hamburger Gummi-Waren Compagnie (NYH), gegründet 1871 und 1954 nach Harburg verlegt, hat 1997 das Museum der Arbeit in Barmbek seine Pforten geöffnet.
Nachdem Eppendorf 1871 Vorort geworden war errichtete Hamburg 1884 das Allgemeine Krankenhaus, heute das Universitäts-Krankenhaus Hamburg Eppendorf (UKE).
Hamburgs größtes Kunstwerk aber ist der Friedhof Ohlsdorf, eröffnet 1877, er gilt als der größte Parkfriedhof der Welt. Mit über 400 ha ist der Friedhof auch der größte Park Hamburgs. Der Friedhof ist berühmt für seine Flora und Fauna und die beeindruckende Gartenarchitektur. Mit seinen historischen Grabmalen, ca. 800 Plastiken und den teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden /Kapellen stellt er ein bedeutendes Kunstwerk internationalen Ranges dar.
1914 erfolgte die Einweihung des ca. 150 ha großen Stadtparks mit dem Planetarium (38 m hoher Wasserturm von 1915) als weithin sichtbares Wahrzeichen. Hunderttausende besuchen jährlich den Stadtpark in Winterhude.
In der Nachbarschaft zum Stadtpark entstand, mit Baubeginn 1966, das Verwaltungszentrum City-Nord und mit der Fertigstellung Anfang des Jahres 2000 das neue Polizeipräsidium - genannt der Polizeistern (Bauart).
Die Hamburger Str. war bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts und mit Ansiedlung von Kaufhäusern Anfang des 20. Jh. eine bedeutende Einkaufsstraße. Nach Ihrer Zerstörung, im 2. Weltkrieg, baute man diese Einkaufsmeile 1968-70 in Form Eines modernen, langgestreckten und zweigeschossigen Einkaufszentrum wieder auf.

( PJ ) mit Textauszügen und Informationen u.a. aus Wikipedia)   >> nach    oben